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Bewerbung als Gesundheits- und Krankenpfleger: Erfindet nichts!

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Im Rahmen meiner Tätigkeit als Stationsleitung in der Gesundheits- und Krankenpflege gehört auch die Bewerberauswahl zu meinen Aufgaben. Es gibt inzwischen zwar mehr offene Stellen als Bewerber, aber dennoch ist es nicht selbstverständlich, die Stelle, auf die ihr euch bewerbt, auch zu bekommen. Worauf ihr achten könnt, gerade auch bei einer Bewerbung auf eine Stelle in der Psychiatrie, habe ich aus meiner Sicht zusammengetragen.

Das Bewerbungsschreiben

Ihr habt die Möglichkeit, euch auf eine der vielen Stellenanzeigen zu melden. In diesem Fall solltet ihr schon in eurem Anschreiben auf die Ausschreibung Bezug nehmen und einen Zusammenhang zwischen euch und der Ausschreibung herstellen. Warum bewerbt ihr euch auf genau diese Stelle? Was reizt euch daran?

Eine weitere Möglichkeit ist die Initiativbewerbung, bei der ihr euch ohne Stellenanzeige in einer Klinik bei der Abteilungsleitung bewerbt. Sozusagen auf gut Glück. Dazu kann ich euch nur ermuntern, denn es werden so oft Stellen frei, dass die Kliniken froh sind, schon Bewerbungen vorliegen zu haben. Ihr solltet aber auch hier schon eingrenzen, in welchem Bereich ihr gerne arbeiten würdet. Denn nur irgendeine Stelle haben zu wollen, wirkt wahllos und gleichgültig.

Neben dem Anschreiben gehören selbstverständlich ein Lebenslauf, Foto und Examensurkunden dazu. Schulzeugnisse sind nur dann wichtig, wenn ihr euch auf einen Ausbildungsplatz bewerbt. Wenn ihr euch nach der Ausbildung in einem anderen Haus bewerbt, kommen besonders positive Praxisbewertungen gut an.

Achtet auf aktuelle Bilder und einen lückenlosen Lebenslauf. Damit meine ich, dass ihr ruhig auch benennt, wenn ihr nach der Schule erstmal ein halbes Jahr ohne konkrete Tätigkeit wart – zum Beispiel, um euch über eure Berufswahl klar zu werden. So habe ich auch meine Lebenslauflücke begründet. Erfindet nichts! Das Foto sollte unbedingt aktuell sein. Neulich hatte ich doch tatsächlich ein Foto aus den 90ern. Das hat keinen guten Eindruck gemacht.

Das Vorstellungsgespräch

Auch im Vorstellungsgespräch zählt ein guter Eindruck. Seid pünktlich, allein schon um selbst weniger gestresst zu sein. Die Dusche am Morgen und frische Kleidung sollten auch nicht fehlen. Auch wenn es überraschen mag: Das ist alles keine Selbstverständlichkeit. Also nutzt das für euch, um zu punkten.

Je genauer ihr euch selbst, euren Werdegang und eure Wünsche an den zukünftigen Arbeitgeber benennen könnt, desto besser. Kommt dabei aber auf den Punkt. Seid ehrlich. Eine Frage, die wir bei Psychiatriebewerbungen oft stellen: „Kennen Sie ihre wunden Punkte, und wissen Sie damit umzugehen, wenn ein Patient sie trifft?“ Da ist es gut, wenn ihr euch vor dem Gespräch Gedanken darüber gemacht habt. Wie wünscht ihr euch eine Stationsleitung? Auch danach wird gerne gefragt. Nur Mut bei der Antwort.

Eigene Fragen? Immer gerne. Ich selbst bin in Bewerbungen auch so frech und frage nach Urlaubstagen und Gehalt, wenn das nicht schon in der Ausschreibung stand.

Wie geht es weiter?

Üblich ist es, nach dem Gespräch Hospitationstermine zu vereinbaren. Seid also nicht enttäuscht, wenn es noch keine feste Zusage am Ende des Gesprächs gibt. Die Hospitation soll beiden Seiten, also euch und dem Arbeitgeber, dazu dienen, einen besseren Eindruck voneinander zu gewinnen oder die Auswahl zwischen mehreren möglichen Stationen zu erleichtern. Hier geht es weniger förmlich zu als im Vorstellungsgespräch. Am Ende der Hospitation – bei uns sind es meist zwei Tage – erfahrt ihr, ob ihr den Job bekommt.

Und nun viel Glück!

Wer sich bei Asklepios als Gesundheits- und Krankenpfleger bewerben möchte, kann hier nach offenen Stellen schauen. Initiativbewerbungen sind online hier möglich.

Wer sich auf einen Ausbildungsplatz bewerben möchte, informiert sich am besten hier.

Foto: Katharina Voß

 

Katharina Voß

(Jahrgang 1983) ist Unterrichtsassistentin im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe der Asklepios Kliniken Hamburg. Sie lebt mit ihrem Sohn in Hamburg. Katharinas Leidenschaft ist das Laufen, mehrmals pro Woche trainiert sie. Katharina tritt auch bei Amateurwettkämpfen an, unter anderem beim B2Run, dem Asklepios Firmenlauf. Beim Laufen kann Katharina die Anstrengungen der Arbeit hinter sich lassen und abschalten. Mit ihrem Sohn hat sie das Skifahren für sich entdeckt. Die Abfahrten im Salzburger Land in Österreich begeistern Mutter und Sohn so sehr, dass sie jedes Jahr wiederkommen. Die gemeinsamen Skiferien im März haben einen festen Platz in der Urlaubsplanung.


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