Suchen Sie nach etwas?

Ein Beruf, der berührt – und Karrieremöglichkeiten eröffnet

Autor:

Die Pflege – ein toller Beruf, der richtig nerven kann. Trotzdem oder gerade deswegen hat mich dieser Beruf zu jedem Moment auf irgendeine Weise berührt. Du gehst ins Gespräch, stehst Patienten bei und gibst Halt – das ist jedes Mal wieder eine tolle Erfahrung. Diese Arbeit ruft unterschiedliche Emotionen hervor. Sie macht wütend, traurig. Manchmal ist sie scheußlich. Dennoch ist sie faszinierend. Sie macht ebenso betroffen wie glücklich. Die Arbeit in der Pflege ist unter anderem deswegen großartig, weil sie der optimale Lebenscoach ist. Du gibst etwas hinein und bekommst etwas zurück. Ein sofortiges Feedback für dein Verhalten – mit der Möglichkeit es stets zu ändern. Anwendbar auf alle Bereiche im Leben. Andere Menschen kaufen Ratgeber, ich nehme einfach die Reaktionen meiner Patienten wahr.

Jemandem Zeit schenken, ihm Orientierung bieten, manchmal auch einfach nur da sein – das ist erst einmal nichts, was einer Ausbildung bedarf. Viele Menschen tragen diese Offenheit in ihren Herzen. Die Anerkennung und Dankbarkeit der Patienten zeigt: Die Pflege ist ein Beruf, der mit Stolz erfüllen kann.

Dennoch geht es in der Pflege nicht ausschließlich um Unterstützung und Beistand. Die Ausbildung in der Pflege lehrt die Physiologie des menschlichen Körpers und die Entstehung von Krankheiten. Darüber hinaus zeigt sie, welcher pflegerischen und medizinischen Behandlungen es bedarf, um die Lebensqualität eines Patienten zu steigern.

Mehr Karrierechancen, als ich jemals nutzen kann

Wem die erlernten Inhalte der Ausbildung und die Erweiterung des Erfahrungsschatzes für eine berufliche Zufriedenheit bis ins Rentenalter nicht ausreichen, den sollte das trotzdem nicht davon abhalten, in der Pflege zu arbeiten. Denn dort bieten sich in allen Laufbahnen tolle Möglichkeiten. Weiterbildung in der Intensivpflege oder ein Masterstudiengang zur Advanced Nursing Practice sind nur zwei von sehr vielen Beispielen für pflegefachliche Karrieremöglichkeiten.

Die Pflegeforschung ist ein wachsendes Berufsfeld. Sie schafft Erkenntnisse darüber, was eine gute Pflege ausmacht. Es gibt beispielsweise Forschungsprojekte, die sich damit beschäftigen, welches pflegerische Handeln unter welchen Umständen zur Gesundheitsförderung beiträgt. Mit diesem Wissen im Gepäck kannst du Pflegewissenschaft in die Kliniken und Pflegeeinrichtungen bringen. Das ist eine tolle Chance, die Bedeutung der Pflege im Behandlungsprozess zu fundieren. Eine super Möglichkeit der Image-Verbesserung für soziale Berufe und insbesondere die Pflege! Gleichermaßen wichtig ist die Forschung im Bereich der Rahmenbedingungen, unter denen Pflege geschieht. Du kannst Ideen und Verbesserungspotenziale herausarbeiten.

In Führungspositionen die Pflege mitgestalten

Ebenso spannend ist der Berufszweig des Pflegemanagements. Denn die sich ständig verändernden Anforderungen brauchen eine stete Anpassung der Prozesse im Alltag. In mittleren Führungspositionen kannst du als Bereichsleitung Aufgaben der Personalführung übernehmen und Arbeitsabläufe optimieren. In der oberen Führungsebene kannst du sogar unmittelbar auf die Arbeitsumstände der Pflegenden einwirken.

Die Pflege ist ein absolut facettenreicher Beruf. Mir persönlich wird es in meinem Berufsleben niemals möglich sein, in allen Bereichen zu arbeiten, die mich begeistern.

Foto: Fotolia / spotmatikphoto

Svenja Horn

(Jahrgang 1984) ist Pflegekoordinatorin in der Asklepios Klinik Altona. Dafür hat die ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin noch ein Studium in Pflegeentwicklung und -management aufgesattelt. Sie ist vor allem für fachliche Fragen zuständig, kümmert sich um die Fortbildungsplanung und um das gesamte Thema der Pflegedokumentation. An den Sommer-Wochenenden kann man Svenja nicht in Hamburg antreffen. Denn die verbringt sie mit ihrem Freund im Wohnmobil an der See, in Sankt-Peter-Ording oder auf Fehmarn zum Beispiel. An Land hält sie nichts: Svenja geht Wellenreiten, ihr Freund Kite-Surfen. Im Januar finden die beiden die ideale Kombi aus Wind und Wellen für ihren Wassersport in Kapstadt. Svenjas Plan für 2016: ein eigenes Surfbaord.


Kommentare

1
  • Angelika Pietsch - PDL/ Kliniken HochFranken

    Sehr geehrte Frau Detjen,

    durch Zufall bin ich auf Ihre Web-Seite gekommen.
    „Wir pflegen Hamburg“ – einfach prima! Kurz,prägnat und treffend!
    Also schau ich mal was sich da verbirgt. Und auch im Blog eine positive Überraschung. Alles sehr ansprechend und gute Themenauswahl.
    Ich hab Lust zum Verweilen!
    Die Beiträge sind sehr interessant und die Autoren Profis der Basis. Gefällt mir alles sehr gut.
    Ein großes Kompliment an SIE und ihr Team! Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg!
    Angelika Pietsch

Schreibe einen Kommentar

Über Uns

Wir pflegen Hamburg! Denn mit rund 738.000 Patienten sind die Asklepios Kliniken Hamburg das größte Gesundheitsunternehmen in der Hansestadt. Knapp 6000 Pflegekräfte sind rund um die Uhr im Einsatz. Hier erzählen sechs von ihnen aus ihrem Alltag. Wie sie arbeiten und was sie bewegt, lesen Sie hier.

Letzte Beiträge

In der Pflege: Das Team macht den Unterschied

Als ich in der Asklepios Klinik St. Georg meine Ausbildung anfing, wusste ich um die alltäglichen S...

Letzte Kommentare

Tags

#Advanced Nurse Practice#Altonaer Kinderkrankenhaus#Anatomie#Ärzte ohne Grenzen#Asklepios#Ausbildung#Ausbildung Hamburg#Ausbildung Krankenpfleger#Ausbildungsstart#Auszubildende#Beatmungsgerät#Berufsausbildung#Dekubitusprophylaxe#Demografie#Dienstplan#Dienstpläne#DIN EN ISO#Erfüllung#Examen#Fachpflegekraft#Feiertage#Fort- und Weiterbildung#Fortbildung#Frühdienst#Führungskraft#Geburtshilfe#Gesundheits- und#Gesundheits- und Krankenfplege#Gesundheits- und Krankenpflege#Gesundheits- und Krankenpfleger#Gesundheitsberufe#Gesundheitssystem#Hamburg#Hebamme#Hospitation#Humanitäre Hilfe#Image#Intensivmedizin#Intensivpflege#Intensivpflegekraft#Intensivstation#Intensivteam#Kardiologie#Karriere#Katastrophenfall#Klinik#Klinikalltag#Kosten#Kranken- und Gesundheitspfleger#Krankenhaus#Krankenkhaus#Krankenpflege#Krankenpflegeausbildung#Krankenpfleger#Krankenplfege#Krankenschwester#Krankenschwester Hamburg#Kreißsaal#Lächeln#Lernen#Marsha Linehan#Mentor#Mobilisation#Nachtdienst#Neuaufnahmen#Neugeborene#Notfall#Palliativ#Palliativ Station#Palliativpflege#Patienten#Patientenakte#Patientenbetreuung#Penumonieprophylaxe#Perinatalzentrum#Personalführung#Pflege#Pflege-Team#Pflegeberuf#Pflegeberufe#Pflegeentwicklung und Management#Pflegeforschung#Pflegekoordinatorin#Pflegekraft#Pflegemanagement#Pflegepersonal#Pflegeteam#Pflegevisite#Pflegewissenschaft#Pharmakologie#Physiologie#Primary Nursing#Psychiatrie#Psychosomatik#QM#Qualitätsmanagement#Reanimation#Reanimationsteam#Schichtdienst#Skillsgruppe#Somatik#soziale Berufe#Spätdienst#Stationsleitung#Studium#Sucht#Team#Therapie#Unfall#Usbildung#Verlaufsberichte#Versorgung#Weihnachten#Weiterbildung#Zertifizierung

Blog via E-Mail abonnieren

Gib Deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.