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Gute Kollegen, gute Arbeit

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Als ich meine Ausbildung fast beendet hatte, stellte sich die Frage, wo ich danach arbeiten werde. Mir war von Anfang an klar, dass ich mich ungern „blind“ auf eine Station bewerben würde. Für frisch ausgelernte sowie für bereits erfahrene Gesundheits- und Krankenpfleger besteht die Möglichkeit, auf Stationen zu hospitieren, um sich neu zu orientieren oder sich einfach einen Eindruck zu machen, was eine tolle Sache ist.

Ich brauche jedoch mehr Zeit, um zu erkennen, ob mir eine Station gefällt oder nicht. Es geht mir dabei nicht nur um die Fachrichtung, das Krankenhaus, die Lage oder die Bezahlung. Mir geht es hauptsächlich um das Team.

Während der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger in der Asklepios Klinik Wandsbek durchlief ich fast alle Stationen, hatte einen tiefen Einblick in alle Abteilungen und lernte dabei natürlich auch die jeweiligen Teams gut kennen.

Überall kochen sie mit Wasser

Viele Kollegen auf meiner Station arbeiten entweder nebenbei auch auf anderen Stationen oder haben in ihrer Laufbahn andere Stationen kennen gelernt. „Sie kochen auch alle nur mit Wasser“, hörte ich von allen. Es gibt definitiv Unterschiede, was die Struktur- und Prozessqualität und somit auch das Ergebnis angeht. Aber nach genauerer Betrachtung hat jede Station ihre Stärken und Schwächen.

Sie kochen zwar alle mit Wasser, eine gute Qualität der Zutaten macht die Suppe aber für mich schmackhaft. Es bedarf eines erfahrenen Kochs, diese gute Zutaten auszusuchen, sie richtig zu verarbeiten und zuzubereiten, sodass sie eine leckere Suppe abgeben.
Die richtigen Kollegen auszusuchen, die in das Team passen, und ihnen zu qualifizierten Gesundheits- und Krankenpflegern zu verhelfen, liegt bei einer guten Stationsleitung. Dabei ist die gegenseitige Unterstützung im Team und das Eigenengagement des Einzelnen eine Bestätigung für die richtige Entscheidung.

Mut zu Veränderungen

Wenn ich mich in meinem Team nicht wohl fühlen würde, würde ich solange hospitieren und die Station wechseln, bis ich zufrieden bin. Ich habe viele Gesundheits- und Krankenpfleger kennengelernt, die eigentlich auf ihrer Station unzufrieden sind, daran aber nichts verändern. Vielleicht ist in so einer Situation ein Wechsel sinnvoll, um die Freude an der Arbeit und an der Pflege neu zu entdecken. Denn: Die Zutaten machen die Suppe!

Foto: Fotolia / spotmatikphoto

Farshid Ahmadi

(Jahrgang 1991) arbeitet auf der Intensivstation der Asklepios Klinik Wandsbek. Farshid hat in seinem Leben ganz klare Prioritäten. Erklärtes Ziel: Zwei Mal im Jahr eine große Reise. Dafür verzichtet Farshid auch gern auf ständig neue Klamotten oder eine teure Wohnung, spart beim Ausgehen und bei anderen Anschaffungen. Er will die Welt sehen. Seine bisher weiteste Reise: Im vergangenen Jahr war er mit seinem Bruder und seinem besten Freund in Thailand.


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